USt in Grossbritannien |
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Großbritannien fällt unter die EU-USt-Gesetzgebung und ist Teil des europäischen Binnenmarkt-Wirtschaftsraums. Mehrwertsteuer-Richtlinien werden von der EU ausgegeben und legen die Prinzipien der USt-Gesetzgebung fest, die von den Mitgliedsstaaten umgesetzt werden müssen. Diese Richtlinien haben Vorrang gegenüber der lokalen Gesetzgebung. Das britische SteuerrechtGroßbritannien hat die USt 1973 eingeführt. Sie wird von der britischen Finanzbehörde HMRC verwaltet. Die britische USt-RegistrierungAusländische Unternehmen haben die Möglichkeit, sich in Großbritannien umsatzsteuerlich zu registrieren, ohne eine inländische Firma zu gründen; dies bezeichnet man als umsatzsteuerpflichtigen Handel für nicht im Inland ansässige Unternehmen. In Großbritannien gibt es eine Schwelle von £ 73 000 (ca. 82 000 €) für die Registrierung sowohl ansässiger als auch nichtansässiger Händler. Unterhalb dieser Schwelle ist eine freiwillige Registrierung möglich. Unternehmen aus und von außerhalb der EU können sich in Großbritannien umsatzsteuerlich registrieren, ohne vor Ort einen Fiskalvertreter bestimmen zu müssen. Es bestehen genaue Regeln bezüglich der Fälle, in denen eine Registrierung erforderlich ist. Übliche Situationen, in denen eine britische USt-Registrierung vonnöten ist, sind: - Warenimport via Großbritannien in die EU - Kauf und Verkauf von Waren in Großbritannien - Waren in britischen Lagerhäusern als Bestand vorhalten - Waren aus Großbritannien in andere EU-Länder verkaufen - Waren aus anderen EU-Ländern nach Großbritannien einführen - Fernabsatz aus anderen EU-Ländern an private Kunden in Großbritannien, z. B. Internet-Vertrieb Die britische USt-Registrierung dauert durchschnittlich 4–6 Wochen, die Dauer kann im Einzelfall jedoch abweichen. Die britische USt-ComplianceEs bestehen genaue Regeln bezüglich Dokumentation und Ablauf britischer Transaktionen, darunter Richtlinien zu: ñ Anforderungen an die Rechnungsstellung in Großbritannien ñ Meldung und Umrechnung ausländischer Währungen ñ Berichtigung von Fehlern aus vorhergehenden Steuererklärungen ñ welche Aufzeichnungen im Rahmen der Buchhaltung vorzunehmen sind Die britischen SteuersätzeDer normale Steuersatz im Vereinigten Königreich von Großbritannien (England, Schottland und Wales) und Nordirland liegt seit dem 4. Januar 2011 bei 20 % (vorher 17,5 %). Es gibt auch einen ermäßigten Steuersatz von 5% auf privates Heizöl, Auto-Kindersitze u. a. Steuerbefreit sind Nahrungsmittel, Bücher, Kinderkleidung und andere Waren und Dienstleistungen. Es gibt viele Abweichungen von den obengenannten Steuersätzen wie z. B. steuerbefreite Lieferungen. Kontaktieren Sie uns gern, um Genaueres zu erfahren: info@tmf-vat.de Die britische USt-ErklärungUnternehmen mit britischer Steuernummer müssen in regelmäßigen Abständen Steuererklärungen abgeben, in denen detailliert über steuerpflichtige Lieferungen (Verkäufe) und Investitionen (Kosten) Rechenschaft abgelegt werden muss. Im Allgemeinen müssen in Großbritannien USt-Erklärungen monatlich oder vierteljährlich abgegeben werden, die Regeln und Anträge sind komplex. USt-Erklärungen sind in Großbritannien innerhalb des Folgemonats des betreffenden Zeitraum einzureichen. Steuererklärungen können elektronisch mit Hilfe des HMRC-Online-Service-Systems eingereicht werden. Bisher ist die Benutzung freiwillig, wird aber ab 2012 verpflichtend eingeführt. Unternehmen, die sich entscheiden, ihre USt-Erklärung auf elektronischem Wege zu übermitteln, wird eine 7 Tage längere Frist auf Einreichung und Begleichung gewährt. Britische Intrastat-Handelsmeldungen und Zusammenfassende MeldungenNeben den USt-Erklärungen müssen Unternehmen in Großbritannien u. U. zusätzliche statistische Informationen übermitteln. Das britische Intrastat-System (oder »supplementary statistical declaration«) sieht monatliche Erklärungen vor, die alle Güterbewegungen zwischen Großbritannien und anderen EU-Staaten enthalten. Es existiert ein jährlicher Grenzwert für diese Meldungen. Die britischen Zusammenfassenden Meldungen erfassen die Umsatzsteuernummern der Kunden und den Wert der mit ihnen im entsprechenden Zeitraum getätigten Verkäufe. Die ZM müssen abhängig vom Umsatz vierteljährlich oder monatlich übermittelt werden. Britische USt-RückerstattungenWenn ein ausländisches Unternehmen keine steuerpflichtigen Lieferungen nach Großbritannien tätigt, jedoch britische USt auf lokale Waren oder Dienstleistungen bezahlen muss, kann es die USt mittels einer Steuerrückforderung zurückbekommen. Klicken Sie hier, wenn Sie mehr über unseren Service zur Steuerrückforderung erfahren möchten. Um sich über unsere USt-Services für Großbritannien zu informieren, sollten Sie unser britisches Büro in Brighton kontaktieren, da von hier aus die europäischen USt-Services koordiniert werden. TMF unterhält noch drei weitere Büros in Großbritannien. +49 69 222 279 28 |
